Sind LinkedIn-Links dofollow?

LinkedIn-Links sind nofollow. Jeder ausgehende Link auf LinkedIn, ob in einem Beitrag, Artikel, Kommentar oder Profilbereich platziert, trägt ein rel="nofollow"-Attribut, das Suchmaschinen anweist, kein PageRank an die verlinkte Seite weiterzugeben. LinkedIn hat diese Änderung 2014 vorgenommen und seitdem beibehalten. Nofollow bedeutet jedoch nicht wertlos. Wenn Du den Unterschied zwischen Dofollow- und Nofollow-Links auf LinkedIn verstehst, kannst Du die Plattform strategisch nutzen, anstatt sie vollständig aus Deinem SEO-Werkzeugkasten zu streichen.

Wann hat LinkedIn seine Links auf Nofollow umgestellt?

LinkedIn hat alle ausgehenden Links am 6. Juni 2014 von Dofollow auf Nofollow umgestellt. Die Änderung war eine direkte Reaktion auf den weitverbreiteten Missbrauch der Link-Equity der Plattform. Spam-Accounts hatten die hohe Domain-Autorität von LinkedIn ausgenutzt, um PageRank an minderwertige Seiten weiterzuleiten, und die Nofollow-Implementierung schloss diese Lücke. LinkedIn hat diese Richtlinie seitdem konsequent beibehalten.

Zum Hintergrund: Das Nofollow-Attribut selbst wurde von Google im Januar 2005 eingeführt, um zu signalisieren, dass ein Link das PageRank nicht beeinflussen soll. Es wurde ursprünglich für Blog-Kommentare und Forenbeiträge entwickelt, bei denen Website-Betreiber nicht für jeden erscheinenden Link bürgen konnten. LinkedIn hat dieselbe Logik im großen Maßstab angewendet: Da die Plattform nicht jede URL, die ihre Nutzer teilen, redaktionell prüfen kann, behandelt sie alle ausgehenden Links standardmäßig als nicht empfohlen.

Einige ältere Quellen, darunter ein Artikel von GlobeRunner aus dem Jahr 2022, behaupteten, dass das Posten einer reinen URL ohne Vorschaukarte über den lnkd.in-Redirect-Shortener von LinkedIn einen Dofollow-Link erzeugen könnte. Diese Behauptung wurde durch aktuelle Tests nicht unabhängig bestätigt, und der maßgebliche Konsens neuerer Quellen lautet, dass alle ausgehenden LinkedIn-Links Nofollow sind, unabhängig von Platzierung oder Format.

Was bedeutet Nofollow tatsächlich für die Link-Equity?

Ein Nofollow-Link enthält ein rel="nofollow"-Attribut im HTML, das Suchmaschinen signalisiert, dass die verlinkende Seite das Ziel nicht empfiehlt und kein PageRank durch den Link fließen soll. Im klassischen SEO-Sinne übertragen Nofollow-Links keine Link-Equity, also keinen „Link Juice”, an die verlinkte Seite. Das ist der Kernpunkt der Dofollow-vs.-Nofollow-Debatte.

Das Bild wurde im September 2019 differenzierter, als Google Nofollow offiziell als „Hinweis” statt als strikte Direktive neu klassifizierte. Googles Erklärung bestätigte, dass alle Link-Attribute, einschließlich Nofollow, Sponsored und UGC, als Hinweise behandelt werden, die beeinflussen, wie Google Links in seinen Systemen analysiert. Das bedeutet, Google behält sich das Recht vor, einen Nofollow-Link in bestimmten Fällen für Ranking-Zwecke zu berücksichtigen, anstatt ihn vollständig zu ignorieren.

In der Praxis ist die Änderung jedoch subtil. Search Engine Land stellte fest, dass das Hinweis-Modell in den meisten Fällen nichts Wesentliches daran ändert, wie Nofollow-Links behandelt werden. Der praktische Konsens unter SEO-Experten bleibt, dass Nofollow-Links nicht für eine direkte PageRank-Übertragung herangezogen werden sollten. Betrachte sie als Beitrag zu einem breiteren Signal, nicht als Ersatz für redaktionelle Dofollow-Links von autoritativen Quellen.

Helfen LinkedIn-Links überhaupt beim SEO?

LinkedIn-Links helfen beim SEO, nur nicht durch direkte PageRank-Übertragung. Der Wert entsteht über mehrere indirekte Kanäle: Referral-Traffic, Diversität des Backlink-Profils, Content-Indexierung und Beziehungsaufbau, der zu Dofollow-Links von anderen Seiten führt. Nofollow macht einen LinkedIn-Link nicht nutzlos. Es verändert, woher der Wert kommt.

Referral-Traffic und Diversität des Backlink-Profils

Wenn Nutzer auf einen LinkedIn-Link klicken und Deine Seite besuchen, ist dieser Traffic real und messbar. Starker Referral-Traffic von LinkedIn kann Engagement-Metriken verbessern, Conversions steigern und Google signalisieren, dass Dein Content Besucher von autoritativen Plattformen anzieht. Ein diverses Backlink-Profil, das Nofollow-Links von Domains mit hoher Autorität wie LinkedIn enthält, wird generell positiver bewertet als ein Profil, das ausschließlich aus Dofollow-Links einer eng begrenzten Quellengruppe besteht.

Content-Indexierung über LinkedIn Articles

LinkedIn Articles, die unter dem /pulse/-Pfad der Plattform veröffentlicht werden, werden von Google indexiert und können als eigenständiger Content in den Suchergebnissen erscheinen. Die /pulse/-Subdomain von LinkedIn rankt für Millionen von Keywords in Google, was bedeutet, dass ein gut optimierter LinkedIn-Artikel, der auf ein Keyword mit geringem Wettbewerb abzielt, eigenständig ranken kann. LinkedIn hat außerdem SEO-Tools eingeführt, mit denen Autoren benutzerdefinierte SEO-Titel und Meta-Beschreibungen für Artikel festlegen können, was die Indexierbarkeit weiter verbessert. Ein wichtiger Vorbehalt: LinkedIn unterstützt keine Canonical-Tags, weshalb das erneute Veröffentlichen von Content, der bereits auf Deiner Website existiert, zu Duplicate-Content-Problemen führen kann.

Beziehungsaufbau, der Dofollow-Links generiert

Der Austausch mit Fachleuten auf LinkedIn kann zu Gastbeitragseinladungen, gemeinsam verfasstem Content und redaktionellen Erwähnungen auf Drittanbieter-Websites führen. Diese sekundären Ergebnisse erzeugen die Dofollow-Backlinks, die das Ranking direkt beeinflussen. LinkedIn’s Wert liegt in diesem Kontext als Netzwerk- und Outreach-Kanal, nicht rein als Linkquelle.

Was ist der Unterschied zwischen Nofollow-, UGC- und Sponsored-Links?

Nofollow, UGC und Sponsored sind drei verschiedene Link-Attribute, die Google eingeführt hat, um Webmastern präzisere Möglichkeiten zu geben, die Art ihrer ausgehenden Links zu beschreiben. Alle drei werden von Google als Hinweise statt als absolute Direktiven behandelt, aber jedes signalisiert etwas anderes über die Beziehung zwischen der verlinkenden Seite und dem Ziel.

  • rel=”nofollow” ist ein allgemeines Attribut, das verwendet wird, wenn eine Website auf Content verlinkt, den sie nicht empfehlen oder an den sie kein PageRank weitergeben möchte. Es ist das breiteste der drei und das älteste, das bis auf das Jahr 2005 zurückgeht.
  • rel=”sponsored” ist speziell für bezahlte Links, Werbeanzeigen und Sponsorings gedacht. Google hat es im September 2019 eingeführt, um kommerzielle Linkarrangements von allgemeiner Nicht-Empfehlung zu unterscheiden. Bezahlte Links, die nicht mit Sponsored oder Nofollow gekennzeichnet sind, riskieren eine manuelle Strafe durch Googles Spam-Team.
  • rel=”ugc” steht für User Generated Content. Es wird für Links in Blog-Kommentaren, Forenbeiträgen und anderen offenen Inhaltsbereichen verwendet, in denen der Website-Betreiber nicht für das bürgen kann, was Nutzer einreichen. Es hilft Google, zwischen natürlichen redaktionellen Links und potenziellem Spam zu unterscheiden.

Mehrere Attribute können auf einem einzigen Link kombiniert werden. Ein Link in einem bezahlten Kommentar könnte zum Beispiel rel="nofollow ugc" oder rel="ugc sponsored" tragen. LinkedIn’s Links verwenden das Nofollow-Attribut, weil die Plattform nicht jede URL, die ihre Nutzer teilen, redaktionell empfehlen kann. Das UGC-Attribut wäre für nutzergenerierte Beiträge wohl ebenso angemessen, aber LinkedIn’s Implementierung hat konsequent Nofollow als primäres Signal verwendet.

Welche LinkedIn-Link-Platzierungen haben das größte Gewicht?

LinkedIn Articles, die über LinkedIn Pulse veröffentlicht werden, haben das größte SEO-Gewicht, weil sie von Google indexiert werden und eigenständig in den Suchergebnissen ranken können. Reguläre LinkedIn-Feed-Beiträge werden von Google in der Regel nicht indexiert, was ihren SEO-Wert auf plattforminterne Interaktionen und Referral-Traffic beschränkt. Die Platzierung ist entscheidend, wenn Du entscheidest, wie Du LinkedIn für SEO-Zwecke nutzt.

Platzierungen mit Google-Indexierungspotenzial

LinkedIn Articles und LinkedIn Newsletters werden beide von Google indexiert und sind damit die wertvollsten Platzierungen für SEO. Ein Artikel, der auf der /pulse/-Subdomain von LinkedIn veröffentlicht wird, kann für Nischen- oder Low-Competition-Keywords in den Google-Suchergebnissen ranken, eine Taktik, die manchmal als On-SERP-SEO bezeichnet wird. LinkedIn-Profilbereiche, einschließlich der Überschrift, des Über-mich-Abschnitts und der Erfahrungseinträge, werden ebenfalls von Google indexiert. Die ersten 40 Wörter des Über-mich-Abschnitts haben besonderes Gewicht für die Keyword-Sichtbarkeit auf Profilebene.

Platzierungen mit begrenzter SEO-Reichweite

Standard-LinkedIn-Feed-Beiträge mit externen Links werden von Google nicht indexiert und unterliegen zudem einer algorithmischen Unterdrückung auf LinkedIn selbst. Analysen des LinkedIn-Algorithmus-Verhaltens von 2026 zufolge erhalten Beiträge mit externen Links deutlich weniger Reichweite auf der Plattform als native Formate wie Dokumentenbeiträge, Bilder oder Videos. Wenn Dein Ziel SEO-Wert aus LinkedIn ist, sind Feed-Beiträge mit Links die schwächste Platzierung. Der Featured-Bereich eines LinkedIn-Profils wird nicht direkt nach Keywords gecrawlt, kann aber die Zeit erhöhen, die Besucher auf Deinem Profil verbringen, was ein positives Engagement-Signal ist.

Solltest Du LinkedIn in Deine Linkbuilding-Strategie einbeziehen?

LinkedIn gehört in eine Linkbuilding-Strategie, aber nicht als direkte PageRank-Quelle. Sein Wert ist indirekt: Es treibt Referral-Traffic an, trägt zur Diversität des Backlink-Profils bei, hilft Content durch LinkedIn Articles bei der Indexierung und schafft Netzwerkmöglichkeiten, die Dofollow-Links von Drittanbieter-Websites generieren. LinkedIn rein als Linkquelle zu behandeln, verfehlt den eigentlichen Mehrwert.

Eine Nofollow-Erwähnung von einer autoritativen Plattform wie LinkedIn ist immer noch wertvoller als ein Dofollow-Link von einer Seite mit geringem Traffic oder geringer Qualität. Die Gründe sind praktisch: Referral-Traffic von LinkedIn ist real, Markenpräsenz auf einer Plattform mit Hunderten von Millionen professioneller Nutzer ist bedeutsam, und Google kann den Link als Hinweis nutzen, auch wenn kein vollständiges PageRank weitergegeben wird. Das 2019 eingeführte Hinweis-Modell bedeutet, dass die Grenze zwischen Dofollow und Nofollow weniger absolut ist als früher.

Die effektivste Nutzung von LinkedIn im Linkbuilding ist als Outreach- und Beziehungskanal. Social-Media-Plattformen, einschließlich LinkedIn, werden von einem erheblichen Anteil der Linkbuilder für Outreach-Kampagnen genutzt, und die Ergebnisse zeigen messbar mehr Links pro Monat für diejenigen, die Social-Outreach konsequent einsetzen. Die Links, die diese Kampagnen generieren, kommen nicht von LinkedIn selbst, sondern aus den dort geknüpften Beziehungen, die dann redaktionelle Dofollow-Links auf Blogs, Nachrichtenseiten und Branchenpublikationen erzeugen.

Für SEO-Experten, die Linkbuilding-Kampagnen verwalten, besteht der praktische Ansatz darin, LinkedIn für drei verschiedene Zwecke zu nutzen: optimierte LinkedIn Articles zu veröffentlichen, die eigenständig in Google ranken können, Referral-Traffic zu Zielseiten durch strategische Linkplatzierung in Artikeln und Newslettern zu lenken, und die professionellen Beziehungen aufzubauen, die zu echter redaktioneller Berichterstattung an anderer Stelle führen. Wenn Du eine systematischere Möglichkeit suchst, um zu verfolgen, welche Off-Page-Aktivitäten wirklich etwas bewegen, macht ein einheitlicher SEO-Workflow, der Off-Page-Signale mit On-Page-Performance-Daten verbindet, diese Analyse erheblich schneller.

Das Fazit zur Dofollow-vs.-Nofollow-Frage bei LinkedIn-Links ist klar. LinkedIn-Links sind Nofollow und werden Dein Ranking nicht direkt verbessern. Aber eine Plattform mit der Autorität, Zielgruppengröße und dem Google-Indexierungspotenzial für Artikel-Content von LinkedIn lässt sich nicht ignorieren. Nutze sie bewusst, messe die Referral- und Content-Ergebnisse, und behandle sie als eine Komponente einer diversifizierten Linkbuilding-Strategie, nicht als Abkürzung zu PageRank.

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