Ein Dofollow-Link überträgt PageRank (Link Equity) von einer Seite auf eine andere und signalisiert Suchmaschinen, dass die verlinkende Website das Linkziel empfiehlt. Ein Nofollow-Link verwendet das Attribut rel="nofollow", um Suchmaschinen anzuweisen, diese Autorität nicht weiterzugeben. Der praktische Unterschied: Dofollow-Links beeinflussen Suchrankings direkt, Nofollow-Links in der Regel nicht, obwohl sie dennoch indirekten Wert haben. Die folgenden Abschnitte erklären beide Attribute im Detail, einschließlich der Frage, wann Du sie einsetzen solltest, wie sie Dein Backlink-Profil beeinflussen und ob Nofollow-Links in Deine Linkbuilding-Strategie gehören.
Wie gibt ein Dofollow-Link SEO-Wert weiter?
Ein Dofollow-Link gibt SEO-Wert weiter, indem er Link Equity (auch PageRank oder „Link Juice” genannt) von der verlinkenden Seite auf die Zielseite überträgt. Wenn ein Suchmaschinen-Crawler einem Standard-Hyperlink folgt, wertet er diesen Link als redaktionelle Empfehlung und nutzt ihn als Signal dafür, dass die Zielseite glaubwürdig und es wert ist, gerankt zu werden. Links gehören nach wie vor zu den drei wichtigsten Rankingfaktoren in Googles Algorithmus.
Der Begriff „Dofollow” ist technisch gesehen informell. Es gibt kein rel="dofollow"-Attribut in HTML. Jeder Hyperlink ohne ein einschränkendes Attribut wird standardmäßig verfolgt, weshalb die Community den Begriff geprägt hat, um Standard-Links von solchen mit rel="nofollow" zu unterscheiden.
Nicht alle Dofollow-Links geben den gleichen Wert weiter. Die übertragene Link Equity hängt von mehreren Faktoren ab:
- Autorität der verlinkenden Seite: Ein Link von einer Domain mit hoher Autorität hat mehr Gewicht als einer von einer neu registrierten Website.
- Relevanz: Ein Link von einer thematisch verwandten Domain signalisiert eine stärkere Empfehlung als einer aus einer unverwandten Nische.
- Platzierung: Links im Hauptinhalt einer Seite geben mehr Equity weiter als solche in Footern oder Sidebars.
- Anzahl der ausgehenden Links: Link Equity wird auf alle ausgehenden Links einer Seite aufgeteilt. Je mehr Links eine Seite hat, desto kleiner ist der Anteil, den jeder einzelne erhält.
Google hat die öffentliche PageRank Toolbar 2016 abgeschafft, sodass Link Equity nicht mehr direkt gemessen werden kann. SEO-Tools wie Ahrefs (URL Rating), Moz (Page Authority) und Semrush verwenden proprietäre Metriken als Näherungswerte. Ein Dofollow-Link von einer minderwertigen oder irrelevanten Website gibt dennoch sehr wenig SEO-Wert weiter, weshalb Qualität beim Linkbuilding immer wichtiger ist als Quantität.
Was bewirkt das Attribut rel=”nofollow” tatsächlich?
Das Attribut rel="nofollow" wird dem HTML eines Anchor-Tags hinzugefügt, um Suchmaschinen anzuweisen, dem Link nicht zu folgen, keinen PageRank weiterzugeben und die verlinkende Website nicht mit der verlinkten Seite in Verbindung zu bringen. Googles offizielle Dokumentation bestätigt dieses Verhalten. Das Attribut hat keinen Einfluss auf die Nutzererfahrung: Besucher können den Link weiterhin anklicken und das Ziel normal erreichen.
Google hat Nofollow Anfang 2005 eingeführt, um Kommentar-Spam in Blogs und Foren zu bekämpfen, bei dem Spammer nutzergenerierte Inhalte mit Links überschwemmten, um Rankings zu manipulieren. Das Attribut gab Website-Betreibern die Möglichkeit, Links zu setzen, ohne das Ziel zu empfehlen.
Im September 2019 nahm Google eine bedeutende Änderung vor: Nofollow wechselte von einer strikten Direktive zu einem „Hinweis”. Googles Ankündigung lautete: „All the link attributes – sponsored, ugc, and nofollow – are treated as hints about which links to consider or exclude within Search.” Google stellte klar, dass Nofollow-Links grundsätzlich wie bisher behandelt und nicht für Ranking-Zwecke gezählt werden, Google sich aber das Recht vorbehält, sie in bestimmten Situationen zu crawlen oder zu berücksichtigen.
Ein wichtiger Aspekt: Nofollow-Links können Suchmaschinen dennoch dabei helfen, Inhalte zu entdecken. Ein Crawler kann eine per Nofollow verlinkte Seite besuchen, und wenn er diese Seite über andere Wege findet, etwa über eine Sitemap oder einen anderen Link, kann er sie trotzdem indexieren. Nofollow ist kein Werkzeug zur Verhinderung der Indexierung. Dafür ist das noindex-Robots-Meta-Tag die richtige Lösung.
Welche weiteren Link-Attribute gibt es neben Nofollow?
Neben rel="nofollow" hat Google im September 2019 zwei weitere Link-Attribute eingeführt: rel="sponsored" und rel="ugc". Alle drei Attribute werden als Hinweise für Ranking- und Crawling-Zwecke behandelt. Keines von ihnen gibt PageRank an die Zielseite weiter.
rel=”sponsored”
rel="sponsored" kennzeichnet Links, die im Rahmen von Werbung, Sponsoring, Affiliate-Vereinbarungen, bezahlten Kooperationen oder anderen gegen Geld, Waren oder Dienstleistungen ausgetauschten Links entstanden sind. Google bevorzugt sponsored gegenüber nofollow für bezahlte Links, erklärt aber beide als akzeptabel. Die Verwendung des richtigen Attributs gibt Google mehr Kontext, um Linkschemata zu erkennen und bezahlte Beziehungen im Web zu verstehen.
rel=”ugc”
rel="ugc" (User Generated Content) wird für Links in Inhalten empfohlen, die Website-Betreiber nicht selbst redaktionell platziert haben, etwa Blog-Kommentare, Forum-Beiträge, Nutzerprofile und nutzereingereichte Bewertungen. Das Attribut signalisiert Google, dass der Link die Entscheidung eines Nutzers widerspiegelt und keine Empfehlung des Website-Betreibers darstellt. WordPress wendet rel="nofollow" standardmäßig auf Kommentar-Links an, was weiterhin ein akzeptabler Ansatz ist.
Mehrere rel-Werte können für einen einzelnen Link kombiniert werden. Zum Beispiel sind rel="ugc nofollow" oder rel="sponsored nofollow" beide gültig und nützlich für die Rückwärtskompatibilität mit Systemen, die die neueren Attribute noch nicht erkennen. Bestehende Nofollow-Links müssen nicht nachträglich auf Sponsored oder UGC aktualisiert werden. Für neue Links ist die Verwendung des spezifischsten Attributs die aktuelle Best Practice, wie von Googles Ankündigung zur Weiterentwicklung von Nofollow bestätigt.
Hat ein Nofollow-Link überhaupt SEO-Wert?
Nofollow-Links geben keinen PageRank direkt weiter, sind aber nicht wertlos. Der SEO-Nutzen ist indirekter Natur: Nofollow-Links generieren Referral-Traffic, steigern die Markenpräsenz, tragen zu einem natürlich wirkenden Backlink-Profil bei und können als Einstieg zu künftigen Dofollow-Links von Publishern dienen, die Deinen Content über diese Verweise entdecken. Googles eigene Dokumentation bestätigt, dass Nofollow ein Hinweis ist, was bedeutet, dass Google Nofollow-Links von autoritativen Quellen in bestimmten Situationen berücksichtigen kann, auch wenn das die Ausnahme und nicht die Regel ist.
Ein Nofollow-Link von einer hochautoritativen Plattform wie Wikipedia, Reddit oder einem großen Nachrichtenportal hat dennoch bedeutendes indirektes Gewicht. Der dadurch generierte Referral-Traffic kann Engagement-Signale verbessern: längere Sitzungsdauern, mehr Markensuchanfragen und niedrigere Absprungraten tragen alle langfristig zu einem stärkeren Autoritätsprofil bei. Das sind keine direkten Rankingfaktoren wie PageRank, aber sie spiegeln echtes Nutzerinteresse wider, das Suchmaschinen durchaus beobachten.
Ein wachsender Aspekt im Jahr 2026 ist die Sichtbarkeit in KI-Suchen. KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews analysieren Markenerwähnungen und Zitate unabhängig von Link-Attributen. Auf glaubwürdigen Plattformen referenziert zu werden, auch über Nofollow-Links, kann beeinflussen, ob Deine Marke in KI-generierten Antworten erscheint. Dies ist ein Bereich, in dem die Beobachtungen der Branche der offiziellen Dokumentation voraus sind, weshalb es sich lohnt, die Entwicklung zu verfolgen, anstatt es als bestätigte Tatsache zu behandeln.
Die SEO-Community ist weiterhin gespalten, was den genauen indirekten Einfluss von Nofollow-Links betrifft. Googles eigene Position als maßgeblichste Quelle ist klar: Nofollow-Links werden grundsätzlich nicht für das Ranking gezählt, aber das Hinweis-Modell bedeutet, dass Google einen gewissen Ermessensspielraum behält. Die praktische Schlussfolgerung: Nofollow-Links sind nicht wertlos, aber kein Ersatz für redaktionelle Dofollow-Links, wenn es darum geht, Rankings zu verbessern.
Wann solltest Du Nofollow bei ausgehenden Links verwenden?
Du solltest ein Link-Attribut bei ausgehenden Links in drei spezifischen Situationen verwenden: wenn der Link bezahlt oder gesponsert ist, wenn der Link in nutzergenerierten Inhalten erscheint und wenn Du auf eine Seite verlinken möchtest, ohne eine redaktionelle Empfehlung zu implizieren. Googles Richtlinien, zuletzt im Dezember 2025 aktualisiert, ordnen diese drei Fälle direkt rel="sponsored", rel="ugc" und rel="nofollow" zu.
- Bezahlte und gesponserte Links: Jeder Link, der gegen Geld, Waren oder Dienstleistungen ausgetauscht wird, muss mit
rel="sponsored"oderrel="nofollow"gekennzeichnet werden. Das gilt für Affiliate-Links, Advertorials, Banner-Werbung und bezahlte Platzierungen. Wer das nicht tut, verstößt gegen Googles Link-Spam-Richtlinien und riskiert manuelle Penalties. - Nutzergenerierte Inhalte: Blog-Kommentare, Forum-Beiträge, Nutzerprofile und Community-Einreichungen sollten
rel="ugc"(oder zumindestrel="nofollow") verwenden, um Spam-Missbrauch zu verhindern und zu signalisieren, dass der Website-Betreiber den Link nicht redaktionell gesetzt hat. - Nicht vertrauenswürdige oder minderwertige Ziele: Wenn Du auf eine Website verweisen musst, die Du nicht empfehlen möchtest oder die spammig oder minderwertig wirkt, schützt
rel="nofollow"Dein Linkprofil davor, Deine Domain mit unerwünschten Inhalten in Verbindung zu bringen.
Echte redaktionelle Links, bei denen Du Leser zu einer Ressource weiterleitest, die Du aufrichtig empfiehlst, sollten als Standard-Dofollow-Links belassen werden. Alle ausgehenden Links mit Nofollow zu versehen ist unnötig und wird von Google nicht empfohlen. Ebenso sollte Nofollow nicht auf interne Links als PageRank-Sculpting-Technik angewendet werden. Googles John Mueller hat erklärt, dass die Verwendung von Nofollow auf internen Links zur Steuerung des Autoritätsflusses nicht ratsam ist. Canonical-Tags oder robots.txt sind die geeigneten Werkzeuge zur Verwaltung interner Crawling-Prioritäten.
Wie beeinflussen Dofollow- und Nofollow-Links ein Backlink-Profil?
Ein natürliches Backlink-Profil enthält eine Mischung aus Dofollow- und Nofollow-Links. Ein Profil, das ausschließlich aus Dofollow-Links besteht, kann für Googles Algorithmen manipulativ wirken und algorithmische Überprüfungen nach sich ziehen. Nofollow-Links entstehen auf natürliche Weise, wenn eine Website Erwähnungen auf Plattformen wie Wikipedia, Reddit, Nachrichtenportalen und Foren erhält, weshalb ihr Vorhandensein in einem Profil organisches Wachstum statt einer künstlichen Linkbuilding-Kampagne signalisiert.
Google hat nie ein spezifisches empfohlenes Verhältnis von Dofollow- zu Nofollow-Links veröffentlicht. Branchenpraktiker beobachten häufig, dass gesunde Profile zu 60 bis 75% aus Dofollow- und zu 25 bis 40% aus Nofollow-Links bestehen, aber das spiegelt wider, was auf natürliche Weise entsteht, wenn Websites Links aus verschiedenen Quellen erhalten, und ist kein anzustrebender Zielwert. Eine praktische Orientierung von Propellernet, einer britischen SEO-Beratung, legt nahe, dass ein Profil mit über 50% Nofollow-Links untersucht werden sollte, da der direkte SEO-Nutzen dieser Links verwässert ist.
Nofollow-Links helfen auch dabei, die Link-Velocity zu glätten, also die Rate, mit der eine Website neue Backlinks aufbaut. Ein plötzlicher Anstieg ausschließlich von Dofollow-Links kann algorithmische Überprüfungen auslösen. Eine gemischte Wachstumskurve wirkt glaubwürdiger und spiegelt wider, wie echte Nutzer Inhalte tatsächlich teilen und referenzieren.
Die Zusammensetzung Deines Backlink-Profils lässt sich mit Tools wie Ahrefs, Semrush, Moz oder der Google Search Console unkompliziert überwachen. Jede Plattform ermöglicht es Dir, nach Linktyp zu filtern, spammige Nofollow-Links aus minderwertigen Quellen zu identifizieren und zu beurteilen, ob Dein Verhältnis von Dofollow- zu Nofollow-Links für Deine Nische natürlich wirkt. Selbst Nofollow-Links aus spammigen Quellen können mit negativen Auswirkungen korrelieren und sollten überwacht werden, wobei Googles Disavow-Tool als letztes Mittel bei toxischen Link-Clustern zur Verfügung steht.
Solltest Du Nofollow-Backlinks in Deine Linkbuilding-Strategie einbeziehen?
Nofollow-Backlinks haben ihren Platz in Deiner Linkbuilding-Strategie, sollten aber redaktionelle Dofollow-Links ergänzen und nicht ersetzen. Dofollow-Links von autoritativen, relevanten Quellen bleiben der wichtigste Treiber für Ranking-Verbesserungen in wettbewerbsintensiven Nischen. Wer ausschließlich Nofollow-Platzierungen anstrebt, wird nicht die nötige Ranking-Autorität aufbauen, um bei schwierigen Keywords zu konkurrieren.
Dennoch bringt die aktive Verfolgung von Nofollow-Links auf hochautoritativen, traffic-starken Plattformen vier konkrete Vorteile:
- Referral-Traffic: Eine Erwähnung auf Reddit, Quora oder einem großen Publikationsmedium bringt echte Besucher auf Deine Website, unabhängig vom Link-Attribut.
- Markenpräsenz: Auf glaubwürdigen Plattformen zitiert zu werden, darunter Wikipedia und Encyclopedia Britannica (die alle ausgehenden Links mit Nofollow versehen), stärkt die Markenbekanntheit und Glaubwürdigkeit und beeinflusst, wie Nutzer und KI-Systeme Deine Autorität wahrnehmen.
- Natürliches Linkprofil: Nofollow-Links aus verschiedenen Quellen lassen Dein Backlink-Profil organisch wirken und reduzieren das Risiko algorithmischer Überprüfungen.
- Einstieg zu Dofollow-Links: Publisher, die Deinen Content über eine Nofollow-Referenz auf einer traffic-starken Plattform entdecken, können ihn später redaktionell mit einem Standard-Dofollow-Link verlinken.
Im Jahr 2026 verarbeiten KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews Markenerwähnungen und Zitate im gesamten Web, um Expertise und Autorität zu verstehen. Auf glaubwürdigen Plattformen referenziert zu werden, auch über Nofollow-Links, kann beeinflussen, ob Deine Marke in KI-generierten Antworten erscheint. Das ist ein aufstrebendes Gebiet der SEO-Praxis, und SEO-Praktiker, die die KI-Suchsichtbarkeit verfolgen, behandeln Nofollow-Platzierungen auf autoritativen Websites zunehmend als Teil einer umfassenderen Generative Engine Optimization (GEO)-Strategie.
Der empfohlene Ansatz besteht darin, redaktionellen Dofollow-Links durch Digital PR, Gastbeiträge und Nischen-Zitationen Priorität einzuräumen und gleichzeitig Nofollow-Platzierungen auf hochautoritativen Plattformen für Markenpräsenz und Referral-Traffic anzustreben. Diese Ziele als komplementär statt als konkurrierend zu betrachten gibt Deiner Strategie die beste Abdeckung sowohl in der traditionellen Suche als auch im wachsenden Ökosystem der KI-gestützten Entdeckung. Wenn die Verwaltung dieser Balance auf einer WordPress-Website komplex erscheint, kann ein einheitlicher SEO-Workflow, der Content- und Linkstrategie an einem Ort vereint, wie der von WP SEO AI, den operativen Aufwand erheblich reduzieren.